Im Podcast Campaigning & Stratgey: „Bereit für die Bundestagswahl, Carline Mohr?“

„Stefan und Kevin sprechen in der 32. Ausgabe von Campaigning & Strategy mit der Leiterin Digitale Kommunikation des SPD-Parteivorstands, Carline Mohr, über die Herausforderungen von digitaler politischer Kommunikation in der heutigen Zeit, was die SPD mit ihr anders machen möchte und wie sich Politik, Agentur und Journalismus unterscheiden.“

Das hat großen Spaß gemacht! Auch wenn Stefan Bösl und Kevin Tiedgen erst NACH Aufzeichnung des Podcasts die mitgebrachte Flasche Rotwein rausgerückt haben… Ich erzähle, warum ich klassische Social-Media-Reportings für Unsinn halte, was echter Impact für mich bedeutet und ich verrate ein paar interne Zahlen zur Kommunikation der SPD auf Telegram.

Außerdem halte ich (natürlich!) eine flammende Rede auf die Sozialdemokratie. Es hat nämlich noch nie eine Verbesserung von sozialen Verhältnissen ohne die SPD gegeben. Und das ist es, was wir nach Corona dringend brauchen werden. Auch deshalb habe ich richtig Bock auf die Bundestagswahl 2021!

Zu hören ist der Podcats bei Spotify und Apple.

Was kommt nach den Likes?

In wenigen Sätzen
Seit Jahren setzen Publisher aus Journalismus, Politik und Wirtschaft den Leuten optimierten High-Quality-Content vor die Nase. Weil die Reichweiten auf den digitalen Kanälen zunächst kontinuierlich stiegen, sahen sie sich bestätigt. Dabei wollen die Menschen nichts mehr vorgesetzt bekommen. Zu einer Redaktionellen Gesellschaft gehören Bürgerinnen und Bürger, die wie RedakteurInnen behandelt werden und Gehör finden möchten. Wenn wir nicht in einen echten Dialog mit ihnen treten, werden sie uns das nicht verzeihen.

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Carline im Podcast Tech & Tonic

„In dieser Folge trinken und sprechen wir mit Carline Mohr, der Frau, die wahnsinnig gute Geschichten erzählt und der SPD zum kontrollierten kommunikativen Kontrollverlust verhilft. Carline verrät uns den besten Wahlspruch für die nächste Bundestagswahl, warum Authentizität in Social Media gewinnt und Zitatkacheln keine Zukunft haben, sowie warum es sich manchmal lohnt, einfach loszulaufen. Außerdem sprachen wir auch über ihr Buch, auch wenn sie es nicht will.“

Den sehr langen Podcast, in dem ich Lena Stork und Henning Tillmann viele traurige Geschichten aus meinem Leben erzähle, gibt es bei: Apple Podcasts | Spotify | Deezer oder natürlich der Website von Tech & Tonic.

„Durchgecheckt“ im Tagesspiegel Checkpoint

Das Interview führte Laura Hofman.

Auszüge aus dem Interview, das ihr hier nachlesen könnt.

Der Sozialdemokrat und selbsternannte Intellektuelle Nils Heisterhagen hat auf Twitter gewarnt, dass in der SPD „gerade endgültig die Social-Media-Linke“ übernehme, „die weder von Strategie noch Inhalten eine Ahnung hat“. Fühlen Sie sich da angesprochen?
Ganz ehrlich: Irgendwelche Dudes, die mir erklären, dass ich keine Ahnung habe – die kenne ich, seit ich arbeite und seit ich im Internet bin. Das macht mir nichts mehr.
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Vergesst Social Media!
Vergesst snackable content!
Vergesst Parteikommunikation!

Ja, meine Schuhe passen farblich zur Präsentation. Nein, das ist kein Zufall.
Bei der Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Politische Kommunikation und Kampagnenplanung“ durfte ich einen Vortrag halten. Mein Kommunikationschef hat leise geseufzt, als er den Titel las. 

Ich schimpfe fürchterlich auf Zitatkacheln, erkläre warum ich zur SPD gegangen bin und ich von Leuten wie Friedrich Merz wirklich AUF GAR KEINEN FALL regiert werden möchte.

Newsroom-Klimbim

Gleich mehrere Bundestagsfraktionen und Parteizentralen richten gerade in Berlin neue Newsrooms ein oder bauen sie um. Wollen sie etwa durch den Einsatz digitaler Medien den Journalismus abschaffen? Unsinn. In ihrer aktuellen Verfassung könnten sie das ohnehin nicht. Von Olaf Wittrock

„Mitte April übernahm Carline Mohr als neue Leiterin den sechsköpfigen SPD-Newsroom in der Parteizentrale. Sie will, so sagt sie, die Abteilung dazu nutzen, um die Kommunikationsarbeit der Partei konsequent ins Digitale zu verlängern und dort die Botschaft zu verbreiten, dass die Sozialdemokratie grundsätzlich eine gute Sache ist. Vertrauensaufbau, Neudeutsch Community-Management, heißt das, was sie sich vorgenommen hat. Wer Mohrs Biografie kennt, die zuvor schon bei Spiegel Online und bei Bild.de für genau dieses Thema zuständig war, der weiß: Sie denkt dabei strukturell wie eine Medienmanagerin und Journalistin.“

Ein ausgeruhtes und differenziertes Stück über politische Kommunikation, das ihr hier nachlesen könnt.  

phoenixrunde: „Streit um Meinungsfreiheit – YouTuber gegen GroKo?“

Diskussion mit Ruprecht Polenz (CDU), Robin Blase (YouTuber) und Markus Decker (Redaktionsnetzwerk Deutschland) über den sogenannten „Rezo-Effekt“.

Welchen Effekt hatte das Rezo-Video wirklich auf das Ergebnis der Europawahl? Welchen Einfluss haben YouTuber generell auf die Meinungsbildung? Sind starke Meinungsäußerungen durch YouTuber problematisch? Wieso tut sich die CDU so schwer mit einer Reaktion auf das Video? Hat die Politik den digitalen Wandel verschlafen?

Lieblingsmoment:

Gastbeitrag: Wer Visionen hat, sollte Journalismus machen

Das Medienmagazin „journalist“ hat in seiner Januarausgabe 2019 gefragt: Wie können wir den Journalismus besser machen? 

In kleinen Essays haben Antworten gesucht: Florian Harms (Chefredakteur T-Online), Georg Mascolo (Leiter Rechercheverbund des NDR, des WDR und der Süddeutschen Zeitung), Hannah Suppa (Chefredakteurin der Märkischen Allgemeinen Zeitung), Daniel Drepper (Chefredakteur Buzzfeed) und ich. Alle Beiträge findet ihr online hier.

Ich habe darüber geschrieben, was ich in knapp anderthalb Jahren in einer Agentur über strategische Kommunikation gelernt habe und was ich glaube, was Verlage und Medienhäuser davon lernen könnten:

„Demokratie ist eine gute Sache. Unverständlich, dass es in Zeiten wie diesen so viele Propagandisten und Populisten gibt, die ihr schaden wollen. Journalistinnen und Journalisten brauchen einen besseren Plan, um die Demokratie zu verteidigen.

Wenn ich „in Zeiten wie diesen“ schreibe, meine ich Zeiten, in denen die liberale Demokratie nicht mehr selbstverständlich ist. Nicht so selbstverständlich jedenfalls, wie sie es in den vergangenen Jahren zu sein schien. Zeiten, in denen autoritär-rechts Gesinnte und Nationalradikale in Deutschland, Europa und der Welt unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte angreifen.

Die Frage, ob Journalistinnen und Journalisten deshalb mehr oder weniger Haltung brauchen, wurde in den vergangenen Monaten ausgiebig diskutiert. Haltung wird dabei häufig mit Meinung verwechselt. Viele Journalistinnen und Journalisten unterschiedlichster Publikationen bemühen sich immer wieder darum, das Missverständnis vom hundertprozentig objektiven und neutralen Journalismus zu entlarven als das, was es ist und immer schon war: ein Missverständnis. Wer jetzt Hanns Joachim Friedrichs zitiert, braucht diesen Text gar nicht weiterzulesen.“

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