Nur für Bulli-Fans: Wie ich mich in einen T3 verliebte

Bulli und Carline

Bulli und Carline

3.500 Kilometer. Einmal von Berlin nach Dubrovnik und zurück. Mit einem T3-Bulli, Baujahr 1990, Dieselmotor. Zugegeben: Ich war misstrauisch. Was spricht gegen einen flotten Mietwagen und ein hübsches Hotel? Trotzdem sagte ich ja. Ich stimmte meine Garderobe auf die Farbe des Bullis ab, verstaute 15 Liter Rotwein unter der Rückbank und stieg ein. Als wir 2 Wochen später zurückkamen, hatte der Bus einen Namen (Benno Bus) und ich war verliebt. Weiterlesen

Servus Berlin, was ist das Problem mit deinem Nahverkehr?

Das gelbe Übel

Das gelbe Übel (Foto: Anja Bleyl)

Die S-Bahn

In der Zeit, die ich durch den Berliner Nahverkehr verloren habe, hätte ich auch den Taxischein machen können. Oder ein Flugzeug bauen. Oder einen Tunnel durch ganz Berlin graben, in dem man auf niedlichen Mauleseln an sein Ziel reiten könnte. Weiterlesen

Servus Berlin, bist du wirklich arm, aber sexy?

Willst Du viel...

Willst Du viel… (Foto: Anja Bleyl)

Ist es sexy, manchmal schmutzig zu sein?

Wann habt ihr eigentlich das letzte Mal ein Stück olivgrüne Billig-Handseife mit der Käsereibe in die Waschmaschine gehobelt? Weil ihr keinen Cent für Vollwaschmittel übrig hattet? Ehrlich gesagt: Ich musste sogar mal die Seife aus der Kneipe nebenan klauen. Weil ich so pleite war.  Weiterlesen

Servus Berlin, mag eigentlich niemand deine Fußballvereine?

Nichts ist schwarz-weiß

Nichts ist schwarz-weiß (Foto: Anja Bleyl)

Hamburg. Freiwillig redete Sportstudent Basti eigentlich nur über Fußball. Wenn er mal über seine Gefühle zu mir sprechen sollte, sagte er Dinge wie: „Ach Carline. Du bist halt so die hängende Spitze in meinem Leben.“ Ich weiß bis heute nicht, ob er das als Kompliment oder Beleidigung meinte. Basti ist übrigens Pauli-Fan.

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Servus Berlin, wie kannst du meine Heimat werden?


Warten auf den Fährmann

Warten auf den Fährmann

Heimat ist, wenn dir die Orte in den lokalen Staunachrichten vage bekannt vorkommen. Und du dir vornimmst, eines Tages mal bei Lichterfelde-Ost abzufahren und einen Kaffee zu trinken.

Ich habe mir ein Digitalradio gekauft. Als gebürtige Rheinländerin macht es mich froh, beim Duschen die Staunachrichten auf WDR 2 zu hören: „Auf der A Neununfuffzich zwischen Wahnheide und Porz: fümpf Kilometer Stau.“

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Warum das erste eigene Auto wie die erste große Liebe ist

Und der TÜV irgendwann abläuft

Endstation. (Foto: Bleyl)

Endstation. (Foto: Anja Bleyl)

Die Bremse funktioniert präzise wie beim Ride-to-hell-Autoscooter auf der Dürener Anna-Kirmes. Den durchgerosteten Auspuff haben minderjährige Osteuropäer mit Kabelbindern festgezurrt. Das Einlegen des 4. Gangs erinnert an Armdrücken gegen Obelix und die Scheiben sind mit Eisblumen übersät. Von Innen.

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