Servus Berlin, mag eigentlich niemand deine Fußballvereine?

Nichts ist schwarz-weiß

Nichts ist schwarz-weiß (Foto: Anja Bleyl)

Hamburg. Freiwillig redete Sportstudent Basti eigentlich nur über Fußball. Wenn er mal über seine Gefühle zu mir sprechen sollte, sagte er Dinge wie: „Ach Carline. Du bist halt so die hängende Spitze in meinem Leben.“ Ich weiß bis heute nicht, ob er das als Kompliment oder Beleidigung meinte. Basti ist übrigens Pauli-Fan.

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Servus Berlin, wie kannst du meine Heimat werden?


Warten auf den Fährmann

Warten auf den Fährmann

Heimat ist, wenn dir die Orte in den lokalen Staunachrichten vage bekannt vorkommen. Und du dir vornimmst, eines Tages mal bei Lichterfelde-Ost abzufahren und einen Kaffee zu trinken.

Ich habe mir ein Digitalradio gekauft. Als gebürtige Rheinländerin macht es mich froh, beim Duschen die Staunachrichten auf WDR 2 zu hören: „Auf der A Neununfuffzich zwischen Wahnheide und Porz: fümpf Kilometer Stau.“

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Warum BWLer einfach
gar nicht gehen

Auf Demo.   (Foto: Anja Bleyl)

Auf Demo. (Foto: Anja Bleyl)

Der typische BWLer ist leicht zu erkennen. Er trägt freudlose Namen, die beliebig oder peinlich sind, die sich nicht verniedlichen lassen und die schon rein phonetisch auf Polos in Pastell, akkurat enthaarte Oberkörper und eine dominante Mutter schließen lassen. Gerne genommen: Daniel, Jochen und Frank. Oder eben: Ekkehard.

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Warum das erste eigene Auto wie die erste große Liebe ist

Und der TÜV irgendwann abläuft

Endstation. (Foto: Bleyl)

Endstation. (Foto: Anja Bleyl)

Die Bremse funktioniert präzise wie beim Ride-to-hell-Autoscooter auf der Dürener Anna-Kirmes. Den durchgerosteten Auspuff haben minderjährige Osteuropäer mit Kabelbindern festgezurrt. Das Einlegen des 4. Gangs erinnert an Armdrücken gegen Obelix und die Scheiben sind mit Eisblumen übersät. Von Innen.

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Sollte man von Anfang an die Wahrheit sagen?

Ich bin neurotisch, altklug und höre beim Sex gerne Reinhard Mey 

(Foto: Anja Bleyl)

(Foto: Anja Bleyl)

Wenn ich immer von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte, wäre ich vermutlich noch Jungfrau. Meine Schrullen sind nämlich zahlreich. Ich werde hysterisch, wenn ich keinen Lippenbalsam in der Nähe habe. Ich habe Angst vor Ingwerknollen. Ich erzähle mir selbst Einschlafgeschichten und hasse es, wenn jemand meine Achillessehne berührt.

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Schwer verliebt – Ein Herz für Freaks

Warum ich auf Sarahs Seite bin 

Manchmal ist das leider lustig: Die fette Schwiegertochter aus dem heimeligen Hunsrück flirtet mit dem grenzdebilen Bauern aus der einsamen Eifel. Manchmal muss ich herzlich lachen über die Kuppelshows bei den Privatsendern. Bis ich an Alexander W. aus der 6. Klasse denken muss.

Damals auf dem Schulhof, zu welcher Gruppe habt ihr gehört? Zu den Verlierern? Zu denen, die die Verlierer gejagt haben? Zu denen, die sich rausgehalten haben? Oder sogar zu denen, die die Verlierer verteidigt haben?

Die Rheinzeitung hat sich nun öffentlich der letzten Gruppe angeschlossen. Sie hat über Sarah geschrieben. Über die schielende, moppelige Sarah aus der Sat.1-Sendung Schwer verliebt. Die Rheinzeitung versucht, mit dem Artikel Schwer verletzt, statt schwer verliebt der 27-Jährigen ihre Würde zurückgeben. Ich finde das mutig und richtig.

Dabei geht es eigentlich gar nicht um Sarah. Es geht um die Frage: Zu welcher Schulhof-Clique gehören wir heute? Weiterlesen