„Scheiß Lügenpresse!”
Wenn aus besorgten Bürgern besorgte Nutzer werden

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Ich arbeite als Head of Social Media bei BILD. Für mich bedeuten besorgte Bürger immer auch: Besorgte Leser. Manchmal möchte ich hingehen und die Leute schütteln. Damit sie keinen Unsinn mehr reden. Weil das aber nichts bringt, habe ich mich bemüht, fürs aktuelle Medium Magazin (1/16) konstruktivere Gedanken zu formulieren. Was können wir – die Presse – tun, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen?

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Nur für Bulli-Fans: Wie ich mich in einen T3 verliebte

Bulli und Carline

Bulli und Carline

3.500 Kilometer. Einmal von Berlin nach Dubrovnik und zurück. Mit einem T3-Bulli, Baujahr 1990, Dieselmotor. Zugegeben: Ich war misstrauisch. Was spricht gegen einen flotten Mietwagen und ein hübsches Hotel? Trotzdem sagte ich ja. Ich stimmte meine Garderobe auf die Farbe des Bullis ab, verstaute 15 Liter Rotwein unter der Rückbank und stieg ein. Als wir 2 Wochen später zurückkamen, hatte der Bus einen Namen (Benno Bus) und ich war verliebt. Weiterlesen

9 Tipps, wenn Du einen neuen Job anfängst

So sehe ich natürlich immer aus, wenn ich konzentriert arbeite

So sehe ich natürlich immer aus, wenn ich konzentriert arbeite

Für das sehr großartige Chapter One Mag durfte ich aufschreiben, welche Tipps ich jungen Menschen für ihren Berufseinstieg mitgeben möchte. 

Ich habe Journalistik und Geschichte studiert, in der PR gearbeitet, die Journalistenschule von Axel Springer besucht und leite inzwischen gemeinsam mit Andreas Rickmann das Social Media Team bei bild.de. Dazu gehören die Social-Media-Redakteure, die Community und das Viralteam. Insgesamt sind über 20 feste und freie Mitarbeiter in meinem Ressort angestellt. Da lernt man so ein paar Tricks. Hier ein kleiner Auszug: Weiterlesen

Blogger machen den Journalismus kaputt!

Reden hilft

Huch. Was? Blogger machen den Journalismus kaputt? Das Jahr 2010 hat angerufen und möchte seine Diskussion zurück.

Jaja. Von mir aus bekommt 2010 seine Diskussion zurück. Vorher möchte ich aber über „Jugendportale“ sprechen. Obwohl, nein. Stimmt nicht. Ich möchte darüber sprechen, wie man im Netz momentan über Jugendportale spricht. Weiterlesen

Papa sagt: „Hallo Flüchtlinge, Ihr seid willkommen!”

Papa und ich

Papa und ich

„Deutschland ist kein Flüchtlingsland!“
„NEIN zum Heim!”
„Ihr seid hier nicht willkommen!“

So oder so ähnlich steht es auf den Plakaten, mit denen Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Deutschland begrüßt werden. Doch je lauter der rechte Pöbel wird, umso lauter wird es auch im Internet. Immer mehr Menschen positionieren sich öffentlich gegen diese Hetze. Und engagieren sich für die Geflüchteten. Das ist mein Gefühl. Und das ist gut. Die Aktion Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen versucht all diejenigen im Netz zu vereinen, die laut sein wollen. Die helfen wollen.

Vielen Dank für diese Idee, Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing. Wer möchte, kann die Aktion unterstützen. Verwendet den Hashtag #BloggerfürFlüchtlinge. Spenden könnt ihr hier.

Bei der Aktion geht um die Frage: Warum müssen wir Flüchtlingen helfen? Warum sind Nazis scheiße? Wie können wir helfen?
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Das absurde tinder-Date am Nebentisch. Ein Live-Protokoll

status

Status

Ich hab ja gar nichts gegen tinder. Ich hab das sogar mal ausprobiert! Lief aber nicht so gut. Ich hatte kein einziges Date. Zum Glück durfte ich gestern Abend live dabei sein, als zwei junge Leute direkt am Nebentisch ihr erstes Treffen hatten.

Er: Vollbart, bisschen gammelig. Sie: süßer Pferdeschwanz, bisschen spießig. Nun habe ich eine ungefähre Vorstellung, was bei einem tinder-date so abgeht. Danke dafür.

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Meine Antwort an eine
besorgte Bürgerin

Worum es geht – Credit: @TorstenBeeck

Ich bin Journalistin und ich bekomme häufig Nachrichten von Menschen, die ihre Sorgen mit mir teilen wollen. In letzter Zeit geht es häufig um Flüchtlinge. Es geht um Angst und Wut. 

Ich antworte an dieser Stelle auf die heutige Nachricht einer besorgten Bürgerin. Emotional. Mit fliegenden Fingern geschrieben. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Pegida zu verhöhnen. Sich über die Dummheit von Hooligans lustig zu machen. Geschichten zu teilen, in denen der Rassismus der Bürgerwehren vorgeführt wird. Ich finde das alles gut und wichtig. Aber ändert sich dadurch etwas im Kopf der „besorgten Bürger“? Ich habe einem jungen Mädchen namens Janina heute zurückgeschrieben. Ganz unironisch. Weil ich genau das zumindest mal versuchen wollte. 

Liebe Janina*

Es tut mir leid, dass du es gerade nicht leicht hast. Dass Du dich in deinem eigenen Dorf nicht wohl fühlst. Sich Sorgen machen zu müssen ist nie schön. Weiterlesen